Wissenswertes

Safran in Deutschland

Im Iran werden jährlich ca. 300 Tonnen Safran produziert, das sind 95 % der Safran-Weltproduktion. Tendenziell verschlechtern sich die Anbaubedingungen im Iran kontinuierlich. Trotz der ständigen Ausweitung der Anbauflächen wächst die Produktion nur verhalten und die Lage der Flächen driftet von der Mitte des Landes in den Norden. Es ist anzunehmen, dass der dafür ursächliche Klimawandel die Produktion mittelfristig deutlich einschränken wird. Diese Entwicklung wird den Markt der Safran-Produzenten neu aufteilen, was auch als Chance für eine Produktion in Deutschland zu sehen ist.

In Deutschland ist die Menge an konsumiertem Safran in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Der Preis pro Gramm hat sich mehr als verfünffacht. In Deutschland werden jährlich ca. 1,3 Tonnen Safran verbraucht. Bei einem mittleren Preis von 17.000 Euro pro Kilogramm entspricht dies einem Wert von ca. 22 Millionen Euro. Der Anteil deutscher Produktion ist verschwindend gering.

Safran als Wirtschaftsfaktor

Safrananbau ermöglicht einen fast doppelt so hohen Umsatz pro Flächeneinheit wie z.B. der Weinanbau. So sind Erträge von mindestens fünf Kilogramm pro Hektar durchaus als realistisch anzusehen. Bei einem Preis von ca. 17.000 Euro pro Kilogramm treten z.B. die Kosten für die Flächenpacht in den Hintergrund. Das Bewirtschaften von Restflächen, welche schlecht zu bearbeiten sind, lohnt sich und die Ruhezeiten bis zur nachfolgenden Bestellung mit Safran können zusätzlich für andere Ackerfrüchte genutzt werden.

Somit ermöglicht der Anbau von Safran eine Steigerung der Wertschöpfung des Bodens und eine Erhöhung der wirtschaftlichen Leistung der bäuerlichen und gärtnerischen Betriebe.

Potenziale des Safrans

Die Safranfäden sind hoch konzentriert und vier bis zehn Jahre haltbar. In den ersten Jahren der Lagerung verbessert sich sogar ihre sensorische Qualität. Sie lassen sich mit geringem Aufwand zur Veredlung von Lebensmitteln einsetzen. Diese veredelten Produkte nehmen das Image der Exklusivität des Safrans auf und wirken verkaufsfördernd. So sind z.B. Safran-Bier (produziert durch eine regionale Brauerei), Safran in Honig als Spezialität (angeboten durch die Imker der Region), Safran-Senf, flüssiges Salz (Sole) mit Safran u.a. schnell und technisch einfach zu realisieren. Damit besitzt das Gewürz das Potenzial für einen breit aufgestellten und feingliedrigen Vermarktungsimpuls - insbesondere für Klein-Erzeuger von Lebensmitteln.

 


Das Projekt "Altenburger Safran" wird von den folgenden Institutionen gefördert. Dafür unseren herzlichen Dank.