Entdecken Sie die Vielfalt von Safran in unserer Küche: Hier finden Sie drei Rezepte aus unserer Sammlung, mit Zutaten, Zubereitung und Fotos. Alle drei Tage wechseln wir die gesamte Auswahl.
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Safran-Hefegebäck mit Ricotta-Honig-Füllung

In diesem Rezept steckt nicht nur der Kuchen selbst, sondern es ist eigentlich Teil einer sehr schönen Idee, die aber noch nicht so richtig zuende gedacht ist.
Da ihr euch also was das betrifft noch etwas gedulden müsste, hier ab und an ein paar Rezepte, die alle eines gemeinsam haben werden: Schweden und Lucia. Ich selbst backe meist lieber free solo als nach Rezepten, aber das Rezept, aus dem diese kleinen Hefeteilchen entstanden sind, sind traditionelle Lussekatter, die in Schweden jedes Jahr am 13.12. alle glücklich machen.
Nur anders als die Schweden mag ich Hefeteilchen pur nicht so richtig ( es sei denn, ich kann es mit Marmelade, einer dicken Schicht kühler Butter, Honig, Frischkäse, Fruchtmus oder einer Nougatcreme kombinieren), was dazu führte, dass Ricotta und Honig mit ins Rezept wandern.
Die äußere Form, musste sich dabei der Füllung anpassen, die recht flüssig ist. So entstehen kleine Teigteilchen, die in der Herstellung stark an Ravioli erinnern und besonders warm, direkt aus dem Ofen unfassbar gut schmecken. Ich weiß, dass Hefegebäck immer mal wieder damit glänzt, gut aufbewahrt werden zu können... aber mir fällt einfach wenig ein, weshalb man fluffige, lauwarme Ricottateilchen so lange liegen lassen sollte, bis sie deutlich fester und kalt sind... also am besten wirklich direkt aus dem Ofen genießen, mit Freunden teilen was das Zeug hält und das Glücksgefühl speichern:))
ZUTATEN SAFRANHEFETEIG
125ml Milch
14g Hefe
Safran
45g Zucker
1 Ei
225g Mehl
Prise Salz
40g Butter
(reicht für etwa 12 Stück, je nach Größe der Formen)
ZUBEREITUNG TEIG
* Milch handwarm erwärmen und Safran (frisch gemahlen oder Fäden) und zerbröselte Hefe dazugeben
* Zucker, Ei, Mehl und Salz dazugeben und alles zu einem Teig verarbeiten, der dann etwa 20min an einem warmen Ort ziehen darf, bis er gut aufgegangen ist
* den Teig nochmals gut durchkneten, zu einer Kugel formen und etwa 2mm dünn ausrollen
* Kreise (oder Blumen) ausstechen (ihr braucht 2 Formen, von denen eine leicht kleiner ist) und die Hälfte der Kreise als Boden in eine Backform legen
* verwendet am besten eine Halbkugel-Silikonform und drückt den Teig gut in die Form, sodass genug Platz für die Ricottafüllung entsteht
* mit der zweiten Hälfte Teigkreise wird später die Füllung abgedeckt und mit Hilfe der etwas kleineren Ausstechform verschlossen... (ähnlich wie bei Ravioli, die auch gut verschlossen werden müssen, damit die Füllung drin bleibt)
* Teig, der übrig ist, kann man zu kleinen Brötchen formen und mitbacken
ZUTATEN RICOTTAFÜLLUNG
100g Ricotta
90g Schmand
1 Ei
15g Stärke
Honig
50g brauner Zucker
20g Butter
ggf. geröstete, gehackte Kürbiskerne
ZUBEREITUNG FÜLLUNG
* alle Zutaten miteinander zu einer cremigen Masse verrühren und mit einem Löffel auf den Teigboden geben
(ein kleiner Rand bleibt frei, damit man ohne Probleme den zweiten Teigkreis auflegen und festdrücken kann... wenn dabei etwas der Füllung herausgedrückt wird, ist das nicht schlimm)
* etwas (1/4 TL?) Honig über der Ricottamasse verteilen und wer es knusprig mag, streut noch ein paar geröstete Kürbiskerne darauf
FERTIGSTELLUNG
Die Hefeteilchen mit etwas extra Butter bestreichen und ca. 20min bei 180°C backen. Sie sind fertig, wenn sie duften und beginnen, Bräune zu bekommen. Bäckt man sie zu dunkel, werden sie zugleich trockener.
Am köstlichsten sind die Hefeteilchen noch warm. Man gibt ihnen nach dem Herauslösen aus der Silikonform ein wenig Zeit zum "Ankommen" und genießt sie am besten frisch. Reste können gut wieder aufgebacken werden...das funktioniert am besten für ein paar Sekunden in der Mikrowelle.
Lussekatter werden traditionell in Mengen gebacken und tatsächlich aufbewahrt, solange man sie vor hungrigen Mäulern schützen kann. Vermutlich wäre es dazu gut, sie in ein Tuch einzuschlagen und kühl zu lagern... leider sind unsere Teilchen immer weggegessen, bevor ich das hätte testen können:)
...zu wenig Safrangeschmack?
Ihr seht an der Färbung des Teiges und beim Kosten, ob es noch ein wenig Nachschub braucht. Dann einfach noch etwas Safran mahlen, in sehr wenig warmer Milch auflösen und "nachwürzen". Ist der Teig dann "zu flüssig", etwas Mehl zusätzlich unterkneten.
Ich persönlich finde, dass das ein Rezept für die kühleren Jahreszeiten ist... also wartet am besten nicht so lange damit, es auszuprobieren. Lasst es euch schmecken:))
Rezept und Foto: Safranliebe. Originalrezept auf safranliebe.de ansehen.
Baiserpralinen

Wer @sweetfinedays auf Instagram folgt, kann sich vielleicht an ein weiteres Safran-Experiment erinnern, das mich einige Nerven gekostet hat.
Weil die Faszination von Safranbaiser nicht nachlässt, kam in mir die Frage auf, weshalb eigentlich niemand Baiserschokolade macht. Wenn man dunkle Schokolade nutzt, nimmt diese dem Baiser auch gleich viel von der Süße.
Gedacht, getan... das Ergebnis war eine sehr kompakte (in Dubai-Schokoladenform gefüllt, weil man etwas Höhe braucht) Schokolade, bei der ein Stück eigentlich fast eine Überdosis war, sofern man das bei Schokolade sagen kann...Und selbst große Stücke abzubrechen endete in einer riesigen Bröselei, war also nicht alltagstauglich. Leider. Allerdings war sie hier sehr schnell weg, weil sie trotz alledem sehr lecker war.
(Schokolade Nr.2, weil ich einmal beim Schokolade machen war, bekam Trüffelfüllung... auch die war lecker, schnell weg, aber nicht unkompliziert, weil die Trüffelmasse eben doch recht flüssig ist und die Schokolade beim Abbrechen die Trüffelmasse herausdrückt.
Aber weil aller guten Dinge DREI sind, bekamen dann die Baiser-Trüffel-Pralinen ihren Auftritt und die Kombi aus allen vorhergegangenen Versuchen endet jetzt hier in diesem Rezept für euch.
Was vorher nicht klar war, ich aber innigst gehofft habe: Baiser bleibt in der Trüffelmasse knusprig. Wenn man nämlich ansonsten versucht, Baisemasse in Teigen u.ä. zu verwenden, endet das nur als geschmackliche Komponente, aber die Baiser selbst lösen sich auf und hinterlassen nur (aber immerhin) Geschmack.
IHR BRAUCHT
Safrantrüffelmasse
kleine Safranbaiser
Zartbitterkuvertüre (etwa 100g)
UND SO GEHT ES
Für die SAFRANTRÜFFELMASSE 70g Butter und 100g weiße Kuvertüre miteinander schmelzen... gemahlenen Safran (eine Prise.... Geschmacksprobe) in die Masse geben und wenn man mag, alles mit etwas Kardamom und/oder Rum/Orangenlikör abschmecken. Die Masse wird nie richtig fest, soll sie aber auch nicht. Trotzdem ist es ratsam, sie vor dem Verwenden kühl zu stellen, sodass sie mindestens dickflüssig ist.
(Das Rezept stammt übrigens aus dem Safranbackbuch SAFRANLIEBE, das ihr >hier auch kaufen könnt.)
PRALINENHOHLKÖRPER kann man fertig kaufen (am besten Schalen verwenden) oder macht sie selbst.
Dazu dunkle Kuvertüre schmelzen (wer es ausgefallen mag, fügt etwas Ingwerkakao oder auch Karamom hinzu... köstlich) und Pralineförmchen aus Silikon dünn ausstreichen bzw. mit Kuvertüre füllen, umdrehen und überschüssige Kuvertüre abfließen lassen. Die entstandenen Hohlkörper in der Form lassen, wenn sie euch zu dünn erscheinen, wiederholt den ersten Schritt.
FERTIGSTELLUNG
* Man gibt je einen Safranbaiser (>Rezept) in die Hohlkörper. Es macht wenig Sinn, sie zu zerdrücken, weil sie dann schneller weich werden und sich schwer in der Mitte der Praline fixieren lassen. Sie müssen also von der Größe her in die Hohlkörper passen.
* Füllt die Trüffelmasse mit einem kleinen Löffel oder dem Spritzbeutel direkt in die Hohlkörper, sodass diese gut gefüllt sind. Wer sie oben offen lassen will, weil er fertig Pralinenschälchen verwendet, der hat es an dieser Stelle geschafft.
* Wer mit Pralinenförmchen arbeitet, will, dass er ihre schöne Form sehen kann und die Praline braucht einen Boden.
Dafür die gefüllten Pralinen gut kühlen, weitere Kuvertüre auflösen und dann zügig über den Pralinen verteilen. Überschüssige Kuvertüre mit einem Teigschaber vorsichtig entfernen und die gefüllten Pralinen kalt stellen. Aus der Form lösen sich am besten sehr gut gekühlte Pralinen, genießen sollte man sie gut temperiert.
Das klingt alles ziemlich aufwendig, ist es auch. Pralinen machen braucht Geduld und Liebe:) Aber das Ergebnis wird euch entschädigen...
Die Menge der Pralinen hängt von der verwendeten Pralinenform ab, die Füllung sollte für eta 20 Pralinen (je nach Größe reichen).
Rezept und Foto: Safranliebe. Originalrezept auf safranliebe.de ansehen.
Snackmomente: Safranknäcke

Aus der Experimentierküche: der Safransnack im Glas
Warum packt man Knäckebrot in ein Glas....
Die Frage war: was kann Safran im Glas... verteilt sich das Aroma und der Inhalt wird wie Wein.... immer ein bischen besser? Und... was überhaupt kann ins Glas, sieht gut aus, genießt das "Bad im Safran" und zieht Nutzen daraus?
Beim Knäckebrot erfüllen sich alle Erwartungen... es bleibt der frische Knack und das Safranaroma wandert dort hin, wo wir es haben wollen. Gebacken wird das Knäckebrot nämlich als Teigplatte OHNE Safran. Nur, wenn der sich im Nachhinein noch gut verteilen kann und sein Aroma auf die Gebäcke übergeht, macht (Safran)Knäcke im Glas Sinn.
Während also der tolle Geschmack erst nach ein paar Tagen kommt, passiert das mit der hübschen Form zwischendrin. Man schneidet die Teigplatte nach der halben Backzeit oder stich die Form mit Plätzchenausstechern aus und bäckt dann den Teig so lange, bis er goldbraun gefärbt ist und toll duftet. Wem die Form kompett egal ist, bricht die Knäckebrotplatte erst nach dem Abkühlen in unregelmäßige Stücke.
Ergebnis der ersten Experimentierphase: knackig auch über 2 Monate hinaus und voller Safranaroma, die Form frei wählbar.... wirklich toll. Im Kopf gibt es noch eine süße Version, sollte diese ebensogut sein, werdet ihr es erfahren:) Den typischen Safrangeschmack schmeckt man wie bei vielen Rezepten übrigens eher im Nachhinein... er bleibt also lange im Mund erhalten:)
Wer Lust auf köstliche, gesunde Knabberei hat, gern auf Vorrat bäckt oder gern auch Geschenke aus der Küche macht, liegt mit diesem Rezept genau richtig.
ZUTATEN
70g Körner (Leinsamen, Kürbiskerne, Walnüsse, Sonnenblumenkerne... auch gemischt)
70g Haferflocken
70g Mehl
ggf. eine Handvoll geröstete Körner zum Bestreuen
0,5-1TL Salz
3 TL Öl
200ml Wasser
1 TL-Spitze voll Safran, frisch gemahlen
ZUBEREITUNG
* Körner, Mehl und Haferflocken mischen (Körner und Haferflocken je nach gewünschter Konsistenz des fertigen Knäckes vorher im Multimixer hacken)
* Salz, Öl und Wasser dazugeben und einen homogenen Teig rühren, der danach gleichmäßig dünn (2-3mm) auf eine Backmatte oder Backpapier gestrichen wird...je dünner, desto kürzer die Backzeit und knuspriger, aber auch zerbrechlicher das fertige Knäckebrot
* optional: geröstete, fein gehackte Kürbiskerne auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken (beim Backen darauf achten, dass diese nicht verbrennen)
* Teigplatte 30-40min bei 170°C backen (je nach Dicke)... wenn sie geschnitten oder ausgestochen werden soll, muss das bei etwa der Hälfte der Backzeit geschehen.... Blech aus dem Ofen holen, schneiden und alles danach fertigbacke und abkühlen lassen
FERTIGSTELLUNG
Damit aus dem Knäckebrot auch Safranknäcke werden kann, werden die ausgekühlten Stücke in Gläser gefüllt und vor dem Verschließen je nach Größe des Glases (Marmeladenglas) mit einer Teelöffelspitze gemahlenen Safrans bestreut. Das Glas nach dem Verschließen sanft schütteln, damit sich der Safran verteilen kann.
Beim ersten Experiment blieben die Gläser 2 Monate verschlossen, vermutlich genügen ein paar Tage Ruhezeit, damit sich das Gebäck gut mit dem Safran verbindet. Zwischenzeitlich einmal zu kosten, erhöht lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass das Glas früher leer ist, als ihr geplant habt, sollte aber dem Geschmack keinen Abbruch tun.
Knusprig bleibt das Knäckebrot am sichersten in geschlossener Form, sehr wahrscheinlich einiges länger als die getesteten 2 Monate.
Rezept und Foto: Safranliebe. Originalrezept auf safranliebe.de ansehen.
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