Geschichte des Safrans

Die Herkunft des Safran-Krokus ist bis heute umstritten. Lange hielt man verschiedene Länder Asiens für den Ursprung des teuersten Gewürzes der Welt. Heute sind viele Forscher jedoch der Meinung, der Safran komme aus Griechenland, speziell von der Insel Kreta, da er wahrscheinlich dem Crocus cartwrightianus entsprungen ist, wie botanische Studien belegen.

Im frühen Griechenland verwendete man Safran vor allem wegen seiner aromatischen und färbenden Eigenschaften. Ebenfalls in Griechenland wurden Fresken gefunden, die auf die Jahre zwischen 2.000 - 1.500 vor Ch. datiert sind, wie zum Beispiel das berühmte Fresko im Knossos-Palast auf Kreta.

Safran war schon immer von hohem Wert und deswegen ein Symbol von Reichtum und Eleganz. Es war die kennzeichnende Tracht der Perserkönige und vor allem kleideten sich Orientale und Kleinasiaten mit von Safran gefärbten Gewändern.

Die Griechen brachten den Safran-Krokus wahrscheinlich zu den Römern, wo er zur Kaiserzeit einen Luxusartikel darstellte. Mit dem Zerfall des Römischen Reiches schwand jedoch vorläufig das Interesse an der Kulturpflanze. Gleichzeitig verbreitete sie sich dadurch im gesamten Mittelmeerraum.

Der Einzug des Safrans in deutsche Gärten ist in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten nicht bezeugt. Nachweislich wiederbelebt wurde der Safran erst im Mittelalter, wo man ihn hauptsächlich als Gewürz und Heilmittel verwendete. Ab da wurde er zum Gewürz der Herrscher und Könige.

Im 14. Jahrhundert, zur Zeit der Ausbreitung der Pest in Europa, war Safran vor allem als Heilmittel begehrt und fand in vielen medizinischen Lehrbüchern Erwähnung. Ab dem 15. Jahrhundert gab es auch erstmalige Erwähnungen des Safran-Anbaus im deutschsprachigen Raum.

Text: Antonia Schacke, Oktober 2018


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